Es ist nicht leicht, gegen Missstände durch Einzelpersonen oder Institutionen vorzugehen. Die Befürchtung negativer Konsequenzen für die eigene berufliche Tätigkeit und mangelnde Einhaltung bestehender gesetzlicher Regelungen halten häufig davon ab. Mit #we_do! schaffen die Österreichischen Filmschaffenden eine Anlauf- und Beratungsstelle gegen Diskriminierung und Ungleichbehandlung, Machtmissbrauch, sexuelle Übergriffe und Verletzungen im Arbeitsrecht – für alle, die in der österreichischen Film- und Fernsehbranche tätig sind. 

Bei #we_do! wird jede Stimme gehört.


Dokumentation

Jede Person kann einen Missstand, den sie selbst erlebt hat oder selbst beobachtet hat, anonym melden. Diese Fälle werden jährlich anonymisiert gesammelt und in einem Bericht durch externe Expert_innen aufgearbeitet. Die Verfügbarkeit von Daten und Zahlen ermöglicht es, Probleme direkt anzugehen. 


Beratung

Ausbeutung, Demütigung oder Übergriffe hinterlassen Spuren – damit muss niemand allein zurecht kommen. Auch mitzuerleben, wie jemand anderes erniedrigt wird, kann schwer verdaulich sein. Es hilft, sich auszusprechen oder konkrete Beratung einzuholen: Persönlich, telefonisch, via Skype – kostenlos und anonym durch branchenexterne Berater_innen.  Führungskräfte können sich bei #we_do“ über Präventionsmaßnahmen und Regelungen informieren.


Veränderung

Langfristiges Ziel von #we_do! ist eine strukturelle Veränderung: Gemeinsam mit den Verbänden aller Filmschaffenden werden auf Basis der gesammelten Fälle strukturelle Lösungen für eine Verbesserung der Arbeitsverhälntisse erarbeitet.

#we_do! steht allen Filmschaffenden zur Verfügung.

Anlauf- und Beratungsstelle

Meike Lauggas ist ausgebildete Coach und Organisationsberaterin. Sie kennt sich im Arbeitsrecht, bei Diskriminierungen und den Ambivalenzen aus, unangenehme Erfahrungen überhaupt zu thematisieren. Studiert hat sie Geschichte und Beratungswissenschaften. Meike Lauggas unterrichtet an Unis und ist als Trainerin tätig.
Mehr zu ihrer Person erfährst du hier:
www.meikelauggas.at
T: +43-680-11 82 570
M: we-do@filmschaffende.at

Norbert Pauser ist Bildungswissenschafter und zertifizierter Berater für Managing Gender and Diversity. Er ist als Berater und Trainer tätig, publiziert zahlreich und betreut Sensibilisierungsprojekte zu Diversity und Inclusion.
Mehr zu seiner Person erfährst du hier:
www.diversity-inclusion.at
T: +43-664-24 55 988
M: we-do@filmschaffende.at

Dachverband der Österreichischen Filmschaffenden
Austrian Filmmakers Association
Spittelberggasse 3, A-1070 Wien
T/F: +43-1-5269741
M: office@filmschaffende.at
www.filmschaffende.at

F:
Was bietet #we_do! ?
A:
Für Produzent_innen bis zu Praktikant_innen gibt es im Rahmen der Initiative die Möglichkeit, fachkundige und externe Beratung anonym in Anspruch zu nehmen. Deine Stimme wird gehört. Du wirst ernst genommen.
F:
Wer steht hinter #we_do! ?
A:
#we_do ist ein Projekt des Dachverbandes der österreichischen Filmschaffenden mit Unterstützung der Mitgliederorganisationen. Es herrscht große Einigkeit über den Stellenwert und die Bedeutung der Initiative. Zwei externe Berater_innen haben die Aufgabe, #we_do! umfassend zu betreuen. Sie helfen weiter und verweisen ggf. an entsprechende Stellen.
F:
Wozu wurde #we_do! ins Leben gerufen?
A:
In der Film- und Fernsehbranche tätige Personen erfahren immer wieder Ungerechtigkeiten und Diskriminierungen. Es ist Zeit, strukturiert und systematisch an diese Themen heranzugehen. Zukünftig sollen Strukturen gebildet werden, die negative Situationen verhindern und positive Veränderungen herbeiführen. Denn du bist nicht allein!
F:
Wie läuft so eine Beratung ab?
A:
Unkompliziert! Schreibe eine E-Mail an den Berater oder die Beraterin. Mit ihnen kannst du auch einen persönlichen Gesprächstermin vereinbaren, wenn du möchtest. Oft hilft es bereits, gehört zu werden, sich aussprechen zu können. Falls angebracht, besprechen wir gemeinsam weitere Vorgangsweisen. Die Vorkommnisse werden anonym und vertraulich behandelt. Niemand gelangt unfreiwillig an die Öffentlichkeit!
F:
Muss ich allein mit Diskriminierungen klarkommen?
A:
Grundsätzlich: Nein! #we_do! bietet allen – von Produzent_innen bis zu Praktikant_innen – die Möglichkeit, fachkundige und branchenexterne Beratung in Anspruch zu nehmen und begleitet dich, falls du weiterführende Hilfe benötigst.
F:
Ist das ein Scherz? Oder bereits ein Übergriff? Muss ich mir das gefallen lassen?
A:
Auch wenn du dir nicht sicher bist, findest du bei #we_do! professionelle Beratung.
F:
Bin ich verantwortlich, selbst wenn ich nicht direkt betroffen bin?
A:
Grundsätzlich haben Führungskräfte/Arbeitgeber_innen eine Fürsorgepflicht und sind für Gegenmaßnahmen verantwortlich, sobald sie von Diskriminierungen erfahren. Viele wissen nicht, wo welche Verantwortung genau beginnt, wo sie endet und was in einer Situation eine gute Reaktion wäre. Die Beratungsstelle #we_do! klärt diese Fragen mit dir persönlich und anonym ab.
Anonym und für alle
Alle sind willkommen. Niemand ist allein. Du bleibst anonym.